Das Wetter ist wieder sehr schön, aber die Sicht zum Fotografieren recht diesig. Wir beschließen am letzten Tag noch den äußersten Osten der Insel bis hinter Sitia zu erkunden. Die Straße dahin ist eine landschaftlich reizvolle Strecke. Es gibt ein paar schöne Ausblicke, wir durchqueren einige Bergdörfer, die an den Steilhängen kleben, es blüht sogar ganz nett am Straßenrand, aber richtig glücklich sind wir mit dem Ausflug nicht. Wir queren das unansehnliche Sitia und fahren noch weiter bis zum Kloster Toplou, das im Reiseführer als sehr sehenswert beschrieben wird. Das Kloster liegt auf einer Anhöhe überm Meer, ist sehr gepflegt, aber da das Fotografieren wieder einmal verboten ist und wir beide kurze Hosen tragen, gibt es nur eine kurze Außenbesichtigung. Die Umgebung hier ist baumlos und unansehnlich, so treten wir den Rückweg an.
Dann ist endlich mal der Pool dran, die Sonne scheint und wir genehmigen uns bei 26 Grad Lufttemperatur ein Bad im kühlen Nass. Herrlich. Nach 2 Stunden wird es dann Zeit fürs Mittagessen und wir fahren die 8 km nach Agios Nikolaos. In der Nähe gibt es kein Restaurant mit guter Bewertung. Da am Hafen ein riesiges Kreuzfahrtschiff angelegt hat, wurden Straßen gesperrt und unser Navi lotst uns 2x im Kreis herum. Verzweifelte oder auch kundige Autofahrer fahren verkehrt in Einbahnstraßen um zum Ziel zu gelangen. Chaos in der Stadt. Wir parken dann auch aus lauter Verzweiflung, weil wir unseren üblichen kostenfreien Parkplatz nicht erreichen können, an der Straße (was eigentlich nicht erlaubt ist, aber ohnehin alle tun) und laufen zum Restaurant an einem kleinen Strand.
Heute ist nochmal Fisch angesagt. Wir bekommen lecker gegrillten Wolfsbarsch und Dorade mit Gemüse und sind hoch zufrieden mit unserer Wahl des Lokals direkt am Strand – mit Blick auf selfieverliebte Paare und anderes Publikum.
Die Fahrt zurück durch die Stadt gestaltet sich zum Glück nicht so chaotisch wie die Hinfahrt. Unser Vermieter schaut noch bei uns vorbei, gibt uns ein kleines Souvenir zum Andenken und verabschiedet sich. Morgen, wenn wir abreisen, wird er nicht da sein. Unser letzter Abend klingt im Meeresrauschen des lauen Sommerabends auf der Terrasse aus…





















