Heute sind wir eine halbe Stunde früher dran und frühstücken wieder in der Veneti Bakery. Dann geht es weiter nach Süden Richtung Elafonissi Strand mit seinem bekannten rosafarbenen Sand, den wir so herrlich in Erinnerung haben.
Der Weg führt zuerst entlang der Nordküste, dann durch schmale Straßen nach Süden, wir passieren die Topolia-Schlucht mit einem einspurigen engen Tunnel. Im Glauben, dass die Verkehrsverhältnisse ungeeignet für Busse wären, werden wir eines Besseren belehrt – wie auch immer die durchkommen mögen! Aller Verkehr am Vormittag hat in dieser Region scheinbar das gleiche Ziel: Elafonissi. Die großräumig angelegten, gebührenpflichtigen Parkplätze sind noch recht leer als wir ankommen.
Wir laufen den Weg zum Strand hinunter, vorbei an den ehemaligen Parkplätzen, die uns in Erinnerung waren und die heute verwaist sind: das Fassungsvermögen der neu angelegten Plätze beträgt ein Vielfaches, und entsprechend sieht jetzt dort auch die Landschaft aus… Am Strand ist schon einiges los und viele waten nass bis zu den Oberschenkeln durch das reichlich kalte Wasser auf die schöne vorgelagerte Sandbank – wir nicht, denn ein Blick ins Internet sagt, dass die Flut kommt und die Wassertiefe jetzt stundenlang zunehmen wird! Auch der starke kühle Wind lädt nicht gerade zum Baden ein. Wir wandern den Strand entlang, machen ein paar Bilder von der Umgebung und dem türkisblauen Wasser, das wir allerdings schöner und blauer in Erinnerung hatten, und treten dann den Rückzug an. Massen an Besuchern strömen uns jetzt entgegen: höchste Zeit, dass wir gehen…
Die KI hat uns den Rückweg über die westliche, kurvenreiche Küstenstraße empfohlen. Dort ist es ziemlich ruhig. Man fährt durch sehr kleine Dörfer, hat Panoramablicke aufs Meer und die karstigen Berge, die mit gelb blühendem Ginster und Margariten überzogen sind. In Karnas ist es Zeit zum Mittagessen und wir halten in einer gut bewerteten Taverne an. Das Essen ist superlecker, wieder einmal. Ich bekomme einen großen Fisch und Helmut ein gut gewürztes Souflaki. Der Nachtisch des Hauses ist einzigartig: Joghurt mit Rosenmarmelade (!), leider nicht käuflich. Der Heimweg führt durch die Hafenstadt Kissamos, die man wirklich nicht gesehen haben muss, und dann entspannt über die Autobahn zurück nach Chania.






























