Tolle Aussicht am Morgen aufs Meer und die Stadtmauer. Da wir das Hotel nur ohne Frühstück bekommen haben (es wird gerade umgebaut) sehen wir uns nach einem Ort fürs Frühstück um. Auf dem Weg zur Akrotiri-Halbinsel, unserem heutigen Tagesziel, machen wir Halt bei der Veneti Bäckerei (Google 4,9 Punkte). Mit ausreichend Parkplatz und Sitzgelegenheiten bietet sie eine reichhaltige Auswahl an. Wir werden nicht enttäuscht. Das einzige Problem ist, daß man sich entscheiden muss, was man nehmen will. Alles sieht superlecker aus und ist es auch.
Dann geht es weiter zur Akrotiri-Halbinsel. Wir passieren in Kurven die Landenge und sehen hinab auf den Containerhafen, in dem u.a. auch mehrere Kreuzfahrtschiffe ankern. Wir können uns direkt vorstellen, wie die Altstadt von Chania von diesen Touristen geflutet wird. Am vielbesuchten Kloster Akrotiri machen wir halt, aber nur für eine Pipi-Pause, denn die Fassade liegt im Schatten. Außerdem darf man nicht fotografieren und ein Reisebus parkt gerade ein und spuckt eine große Besuchergruppe aus. Wir flüchten nordwärts zum Kloster Gouvernamento. Auf der schmalen, engen Straße mit vielen Haarnadelkurven kommt bestimmt kein Bus hoch. Der Parkplatz vorm Kloster ist noch fast leer. Wir zahlen den Eintritt und können am Kloster vorbei den Weg zu den Ruinen nehmen. Die Vegetation ist wieder einmal in voller Blüte, vorhin haben wir schon Ziegen am Wegesrand gesehen. Man blickt auf die Ruinen einer alten Basilika und in etwa 1 km Entfernung aufs blaue Meer. Auf halben Weg haben wir genug gesehen, wir drehen um und fahren zurück um noch den berühmten Strand aus dem Film Alexis Sorbas zu besuchen. Unterwegs machen wir noch ein paarmal Halt um die Ausblicke aufs Meer zu genießen und die am Wegrand stehenden blühenden Drachenwurz-Stauden zu bewundern. Die beeindruckenden, dunkelrot blühenden Aronstabgewächse haben allerdings einen üblen Geruch nach Aas.
Der berühmte Strand in Stavros ist uns noch nicht mal ein Foto wert! Wie schön war dieser verbaute Ort doch vor 28 Jahren! Das ist Tourismus, der zerstört. Wir beschließen noch zum Botanischen Garten südlich von Chania zu fahren. Der Garten liegt am Rande der Berge und zieht sich einen steilen Hang entlang. Man benötigt für die kurvigen, steilen Pfade von 3,5 km ins Tal und zurück schon einige Zeit. Man findet Pflanzen aus allen Kontinenten, dazwischen wurden nette, kleine Kunstwerke installiert. Als wir wieder oben ankommen ist es Nachmittag und höchste Zeit zum Mittagessen. Wir sind mutig und bestellen Gerichte, die wir in der Stadt nicht oder sehr selten auf den Speisekarten sehen. Erbsengemüse mit Artischocken und Karotten in Fenchel-Zitronensauce als Vorspeise. Dann bekommt Helmut Schweinefleisch mit Feigen und Honig in Zitronensauce und ich habe mir Kleftiko bestellt. Alles ist wunderbar gewürzt und superlecker. Die Aussicht von der schattigen Terrasse auf den Garten ist auch sehr schön und so treten wir recht spät den Heimweg an. Immerhin ergattern wir noch einen letzten Parkplatz vor der Haustür.
Nach einer Ruhepause auf dem Balkon mit Blick aufs Meer und den Publikumsverkehr unter uns brechen wir in der Dämmerung auf die Altstadt. Wir schlendern durch die engen Gassen und machen am Hafen noch ein paar nette Bilder. Auf das Eis, das ich wollte, verzichten wir. 3,50 EUR für eine Kugel finden wir schon ziemlich unverschämt. Als wir zurück kommen ist es schon fast 23 Uhr, höchste Zeit ins Bett zu gehen.






















































































