Freitag, 01.Mai
Zuhause ist schönstes Maiwetter und hier in Kreta fallen die Temperaturen über Nacht so tief, dass in den Bergen Schnee fällt. Das Meer vor unserer Haustür tobt, die Wellen klatschen an den Strand und ein heftiger Wind treibt die Regenwolken vor sich her. Zum Glück gibt es bis 11 Uhr Frühstück. Da macht es nichts, wenn wir um kurz vor halb 11 Uhr den Frühstückstisch verlassen und uns in unser geräumiges Apartment zurückziehen. Das Relaxen am Hotelpool können wir abhaken, die nächsten 3 Tage wird es ungemütlich bleiben.
Somit bleibt Zeit die Bilder für den Blog zu sortieren, zu lesen und abzuhängen. Am späten Nachmittag fahren wir (Regenjacke blieb zu Hause, wir sind Optimisten 😊) zur Altstadt zum Essen. Leider hatten viele andere am Feiertag dieselbe Idee und nur mit Hilfe des Universums erhalten wir an der Stadtmauer einen kostenlosen Parkplatz. Die Restaurants sind überfüllt mit Einheimischen und späten Touristen wie uns. Wir bekommen ein recht gutes Menü und schlendern durch die windgeschützten Gassen zurück. Auf einem Parkplatz schwappen die Wellen 4 m hoch über die Mauer auf die Autos. Wir flüchten zurück ins Hotel und beobachten von oben das rauschende Meer und die anbrandenden Wellen.
Samstag, 02. Mai
Regen klatscht am Morgen waagerecht gegen die Scheibe. D.h. spätes Frühstück, Blog, Lesen, Fernsehen und am späten Nachmittag Fahrt auf die andere Seite der Halbinsel zur Strandmeile mit den Touristenhotels. Ein gut bewertetes Restaurant hat nur einen zugigen Platz an der Markise und wir wechseln die Lokalität. Dort wird das Essen in Google gut bewertet – wenn das die gute Bewertung war fragen wir uns, wie schlecht wohl die anderen Lokale hier am Strand sein müssen. Wir sehen noch kurz den Wellen am Sandstrand zu. Dunkle Wolken hängen über der Altstadt. Wir kehren zum Auto zurück und sind sehr froh, dass wir unser Hotel sorgfältig ausgesucht haben: die Gegend hier ist im Vergleich dazu geradezu heimelig und schön.
Sonntag, 03. Mai.
Regen und Windböen rütteln an den Terrassenscheiben. Wieder ein spätes Frühstück und dann, oh Wunder, reißt der Himmel etwas auf. Wir beschließen eine Rundfahrt nach Margerites, der Töpferstadt, und nach Eleuthera ins archäologische Museum zu machen.
Das Wetter ist so lala, ab und zu regnet es etwas. Zunächst passieren wir den kleinen Ort Melidoni, rennen im Regen zurück zum Auto, und fahren vorbei an den Holzkohle-Meilern der Köhler von Agios. In Margerites gibt es natürlich keinen Parkplatz, aber viele Touristen, die durch die Gassen schlendern. Da wir nichts kaufen wollen fahren wir weiter zum Museum. Die archäologische Ausstellung ist gut gegliedert. Leider darf man keine Fotos machen und manche Erklärungen sind in Fußhöhe angebracht mit 1 cm großen Buchstaben, also nicht zu entziffern. Zum Glück kann man mit dem Google Übersetzer die Texte der griechischen und englischsprachigen Infotafeln übersetzten lassen. Es gibt nette Info Videos, aber leider weder Bank noch Stuhl um sich für die 5 oder 10 min hinzusetzen. Insgesamt sind wir von der Art der nur mühsam zu erfassenden Präsentation ziemlich enttäuscht.
Auf der Rückfahrt kommen wir um halb 4 Uhr überraschenderweise nochmal durch Thronos und beschließen spontan nochmal im Hotel-Restaurant zu essen. Wie wir wissen, gibt es einen geschlossenen Raum, was bei 10 Grad Außentemperatur sehr gut ist. Die Wirtin ist hocherfreut uns wieder zu sehen. Gesättigt treten wir um 17 Uhr den Heimweg an.















