Zwar geht unser Flieger erst um 20.30h, aber wir sind gerne schon am Vortag im Hotel, damit mit dem Flug nichts mehr schief gehen kann. Unser Auto wird am Morgen abgeholt, wir verlassen bis 12:00 Uhr das Zimmer und verbringen den Rest des Nachmittags auf dem schönen Hotelgelände. Es gibt einen Garten mit kleiner Kaffeeplantage und einen schönen Blick nach San Jose. Wir genießen das schöne Wetter und um 17 Uhr bringt uns der hoteleigene Kleinbus zum nahen Flughafen. Unser Flugzeug mit der KLM hat Verspätung, aber mit dem starken Jetstream wird die Fehlzeit fast vollständig aufgeholt. Die Schlafsessel sind nicht ganz so geräumig und bequem wie bei der AirFrance, aber wir haben einen erholsamen Flug nach Amsterdam. Das Kabinenpersonal ist äußert freundlich, geradezu herzlich.
Da unser Weiterflug nach München ebenfalls verspätet ist sind wir gut in der Zeit. München empfängt uns mit kaltem Regen-Niesel-Wetter. Und die Vegetation ist grau und trist. Wir vermissen ein wenig die grüne, wilde Natur Costa Ricas. Aber wir sind wieder daheim.
Fazit unserer Reise:
Die Schweiz Mittelamerikas hat unsere Erwartungen voll erfüllt.
Die Natur hat uns erwartungsgemäß begeistert: die überbordende Flora in 3000 m Höhe, der feuchtwarme Dschungel des Corvovado NP mit fast 90 % Luftfeuchtigkeit, die bunten Vögel im ganzen Land, bunt blühende Bäume und Sträucher; die lebenden Zäune aus Drachenbäumen und wieder ausschlagenden Zaunpfählen. Wider Erwarten haben wir doch noch ein Faultier aus nächster Nähe betrachtet und den Regenbogentukan gesehen. Jeder Tag hatte sein Highlight. Der Vorteil als Rentner ist, dass wir nicht hetzen mussten und immer noch eine Ruhepause einlegen konnten. Wir liebten das Hotel Vista las Islas auf der Nicoya Halbinsel mit seinem genial angelegten Pool.
Das Essen war meistens sehr schmackhaft und gut verträglich. Besonders der frische Fisch hatte es uns angetan. Scharfes Essen haben wir nicht bekommen. Die leckeren, reifen Früchte, besonders die Ananas, Mangos und Wassermelonen, werden wir vermissen. Das Essen in den Lodges und Hotels war oft mindestens doppelt so teuer wie außerhalb. Dazu kam, dass die Qualität außerhalb meist besser war und man mit der freundlichen Bevölkerung in Berührung kam. Man muss es erwähnen, das WLAN hatte fast überall Glasfaserqualität – im Gegensatz zu Deutschland. Sogar im Bungalow im Dschungel konnten wir surfen und die Webseite mit Bildern hochladen
Die touristischen Attraktionen waren absolut hochpreisig im Vergleich zu anderen Ländern. Wir haben uns an die Sicherheits-Empfehlungen der Reiseagentur gehalten und uns nirgends unwohl oder unsicher gefühlt. Wir haben unser Auto mit den Koffern auch nie unbeaufsichtigt gelassen. Wir sind nirgends angebettelt oder zum Kauf von Souvenirs o.ä. gedrängt worden. Stattdessen waren die Ticos immer höflich und hilfsbereit. Unsere paar Brocken Spanisch waren sehr hilfreich (man hat meist auf Englisch geantwortet!).
Gut war, dass wir die Tour über TravelDesign aus Traunstein gebucht hatten. Die Autoren des Costa Rica-Reisehandbuchs im Reise KnowHow-Verlag kennen sich in dem Land wesentlich besser aus und haben uns ganz tolle Empfehlungen abseits des Massentourismus gegeben. Die schönen Bootstouren waren ein besonderes Highlight. Die gebuchten Hotels hätten wir selbst so niemals gefunden.
Mit unserem Mietwagen von Adobe haben wir fast 2000 km in dem kleinen Land so groß wie Niedersachsen zurückgelegt. Die Hauptstraßen waren in sehr gutem Zustand; für die Nebenstraßen sollte man einen Geländewagen vorziehen. Es gab doch einige raue Pisten. Was uns gefehlt hat waren Aussichtspunkte oder Stellen, an denen man anhalten konnte. So mussten wir oft an wunderschönen Aussichten vorbeifahren. Die junge vulkanische Struktur hat viele steile Berge, viele Kurven und tiefe Täler geschaffen. Nicht zu vergessen sind die vielen Vulkane, die zum Teil ncch aktiv sind, aktuell aber leider schlafen – heiße Quellen und Thermalbäder inklusive.
Auf jeden Fall war die Wiederkehr nach 23 Jahren eine Reise wert.


















