Auf dem Weg zum Orosi-Tal

Bereits um 7 Uhr in der Früh ist ein ständiges Kommen und Gehen mit Autos und Personen. Anscheinend findet heute irgendein Event statt. Als wir zum Frühstück hinunter gehen begrüßt uns im Atrium bereits laute BumBum-Musik. Von einem gemütlichen Frühstück können wir uns wohl heute verabschieden. Die Bedienung bringt dann auch prompt noch unbestellte Sachen, der Toast ist ungetoastet, der Bacon fehlt. Draußen im Atrium tummeln sich derweil Radler und andere Sportbegeisterte. Das Paar hinter uns macht die Tür zum Atrium zu, damit der Lärm etwas gedämpft wird.

Wir beeilen uns, packen unsere Koffer und verlassen das Hotel. Zum Glück konnten wir gestern in Ruhe den Vögeln zuhören und es war ein geruhsamer Tag. Wir fahren weiter durch die Berge ins Orosi Tal. Auf der Straße kommen uns Läufer entgegen, wir befinden uns anscheinend mitten in einem Sportevent, weshalb die Polizei 3 km hinterm Hotel die Straße gesperrt hat – uns aber freundlich durchlässt. Vielleicht sind die Ticos aber auch nur am Sonntag besonders sportbegeistert.

Die Sonne ist heute draußen und wir fahren durch Zuckerrohrfelder und vorbei an kleinen Dörfern mit den orangeblühenden Bäumen und vielen Kaffeeplantagen, die z.T. an schwindelerregenden Hängen stehen. Eine landschaftlich sehr schöne Strecke. Am frühen Nachmittag kommen wir in die Nähe von Orosi und dem Tapanti NP. Die Strecke zum NP ist leider sehr schlecht befahrbar und leichter Nieselregen setzt ein. Wir schauen im nahen Dorf noch dem Flussballspiel und dem Elfmeter zu, dann drehen wir um und fahren zur Orosi-Lodge, unserem heutigen Quartier. Das deutschstämmige Inhaberpaar ist schon da und das Zimmer ist fertig. So können wir unsere Koffer unterstellen und machen anschließend noch eine Rundfahrt um den Stausee. Ganz nett, nach 1 Stunde sind wir um den See herum und können uns nach einem Restaurant umsehen, unser Gastgeber hat uns die Pizzeria ums Eck empfohlen. Dort ist um halb drei Uhr der volle Sonntagmittag-Betrieb. Ganze Familien sitzen hier und die Einmann-Band spielt Songs aus den 80ern. Leider etwas laut, aber das gehört hier wohl zum Sonntagsessen dazu.

Die nette Bedienung empfiehlt uns erst mal nur eine Pizza für 2 zu bestellen. Was für ein Glück. Es kommt ein Riesenteil auf einem Holzbrett. Wir werden beide schon ziemlich satt. Und es gibt eine leckeres IPA-Bier dazu. Dann reitet uns der Teufel und wir bestellen den „Puglia“ Nachtisch. Wir müssen etwas warten, dann bekommen wir die Teile: ein aus Pizzateig gefertigtes apfelgroßes Teil, warm mit Nüssen und Nussnugatcreme gefüllt, dazu 2 Vanille-Eiskugeln.

Wir schaffen den Nachtisch gerade so und rollen dann die paar Meter bergauf in unsere Lodge. Hier brauchen wir für den Abend nichts mehr zum Naschen, zumal es bereits halb 5 Uhr ist, als wir zurückkommen. Am späteren Abend gibt es den Rest von Franken Helau und dann Bettruhe. Es hat übrigens wieder angefangen zu regnen.

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