Mit dem Schlauchboot über den Rio Puerto Viejo

Nach dem Frühstück geht es weiter bei bewölktem Wetter zuerst zurück nach Pital, der Ananas-Hauptstadt und weiter nach Sarapiqui. Da es regnet ist die Teerstraße von den aus den Feldern kommenden Fahrzeugen recht schlammig. Helmut jammert, weil das Auto schon wieder total verdreckt ist. Da hilft es auch nicht, dass ab und zu die Straße mit Wasser aus Tankwagen provisorisch gesäubert wird. Die nächste dreckige Feldausfahrt kommt schon 1 km weiter. Hinter Pital fahren wir auf die Schnellstraße. Hier kommen wir schneller voran und die Sonne kommt ab und zu durch.

Um halb eins erreichen wir Puertoviejo da Sarapiqui. Dort haben wir eine „Floating Tour“ im Schlauchboot gebucht. Wir überlegen ob wir wegen des Wetters absagen sollen. Am Nachmittag ist Regen angedroht – und im Schlauchboot wird man schnell nass. Der Guide meint, dass das Wetter hält, so machen wir uns fertig für die Tour. Neoprenschuhe wären von Vorteil, das hat uns aber niemand vor der Abreise mitgeteilt. So muss es mit den Sandalen gehen. Meine sind wenigstens wasserfest. Helmut hofft, dass seine Schuhe es aushalten.

Wir bekommen einen wasserdichten Sack für unsere Sachen. Ein Kleintransporter mit dem Schlauchboot auf dem Anhänger bringt uns zu einer Stelle am Fluß, wo die Fahrt beginnt. Mit uns ist noch eine mexikanische Studentin. Die Floating Tour ist bei Sonnenschein bestimmt eine Supersache. Der Guide zeigt uns 2 Arten von Eisvögeln, Tukane, Affen, Basilisken usw. Leider bewölkt sich der Himmel immer mehr und irgendwann beginnt es zu nieseln. Die mitgebrachten Regenjacken sind leider nicht zu gebrauchen, weil sie nicht über die dicke Schwimmweste passen. Uschi bekommt den einzigen Regenponcho.

Bei der Rast an einer Sandbank fängt es dann stark zu regnen an. Schade, die leckere Ananas und die Mango würden bei Sonne noch besser schmecken. Glücklicherweise hört der Regenguss nach etwa 10 Minuten auch wieder auf. Dann kommt der letzte Abschnitt der Fahrt und wir fahren in den Rio Sarapiqui ein, bevor es an die Anlegestelle geht. Der Guide und die Fahrerin des Busses wuchten das Schlauchboot auf dem schlammigen Weg auf den Anhänger und es geht auf der Straße zurück.

Uns erwartet noch eine kurze Fahrt zur nächsten Lodge. Wir haben eine Nacht in der Quinta  Sarapiqui – eine große Lodge, die auf Bustouristen, vor allem amerikanische, eingestellt ist. Wir erhalten einen netten Bungalow. Alle Wege sind behinderten- oder auch kofferroll-gerecht ohne Stufen – mal eine nette Abwechslung. Das Abendessen ist nicht so besonders, dafür aber auch nicht preiswert 😒. Wir kehren bald in den Bungalow zurück und lassen den Tag ausklingen. Die schlammverschmierten Schuhe haben wir hier gesäubert und sie trocknen auf dem Koffergestell.

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