Das Frühstück findet bereits um 7 Uhr statt, damit alle Gäste um 8 Uhr für das Boot abfahrbereit sind. Uns ist es recht, dass wir abgesagt haben, denn das gestrige Essen hat uns etwas den Magen verkorkst. Zudem scheint die Sonne!!! Und die verschiedenen Vogelfütterungsstationen sind gut besucht. Sogar ein Paar Tukane lassen sich herab um an den Bananen zu futtern. Neben grünen, blauen und braunen Vögeln kommen auch die Eichhörnchen zum Naschen. Dazwischen sausen einem immer die Kolibris am Ohr vorbei auf dem Weg zur Futterstelle. Man weiß nicht so recht, wo man zuerst hinsehen soll. Im großen Baum kommt noch eine Horde Brüllaffen vorbei und in den Bäumen hinterm Restaurant wohnen riesige, gelborangene Leguane mit bestimmt 2 m Länge.
Unser Vormittag ist also ziemlich ausgefüllt mit Vogelbeobachtungen. Gegen 11 Uhr haben wir die Idee mit dem Auto bis zur Einmündung des Rio San Carlos, an dem wir wohnen, in den Rio San Juan zu fahren. Der Rio San Juan bildet die Grenze zu Nicaragua.
Zuerst ist die Straße mit mehr oder weniger Teerdecke noch ganz gut zu befahren, dann wechselt der Belag zu einer mit Löchern übersäten Piste. Mit etwa 25 km/h kommen wir unserem Ziel sehr langsam näher. Vorbei geht es an Ananasfeldern, Wiesen mit Buckelrindern und Pferden; Äckern mit Maniok und Süßkartoffeln. Dazwischen kleine Häuser, die mehr oder weniger schön sind, aber immer auf einem recht gepflegten und mit Blumen geschmückten Gelände stehen. Ein Pfau auf einem schlammigen Hof zeigt sein buntes Rad um den Hühnern zu imponieren. Irgendwann kommen wir an einem Cowboy vorbei, der gerade auf seinem Pferd am Wegesrand telefoniert. Als in einigem km Entfernung von der Höhe aus Nicaragua zu sehen ist, wird der Weg noch schlechter und es wird Zeit zum Mittagessen zurück zu kehren: alles in allem ein netter Ausflug.
Da wir Vollpension haben richten wir es ein, dass wir zum Mittagessen die größere Mahlzeit nehmen und uns abends nur noch Pommes (Helmut) oder eine Suppe reichen.
Den Nachmittag verbringen wir mit dem Fotografieren von Kolibris und später auf unserem Balkon, der sehr bequeme Hängesessel hat. Hier kann man mit Blick auf den Fluss schaukeln oder dösen. So vergeht der Tag sehr schnell. Und irgendwann müssen wir die 1000 Bilder sortieren, die Helmut am Vormittag geschossen hat.
Entschuldigung für die vielen Fotos – aber das ist auch unser Fotobuch und war der ersehnte Höhepunkt unserer Reise…

















































































































