Fahrt nach Boca Tapada nahe Nicaragua

Die Wettervorhersage für die nächste Lodge in Boca Tapada und den Rest der Route ist mehr als schlecht. 3 Regentropfen, 200 l/m² in 72 Stunden – absolut ungewöhnlich für die Trockenzeit!! Wir überlegen erneut, ob wir an die warme und trockene Nicoya Halbinsel in die Sonne zurückkehren sollen. Dann entscheiden wir uns doch nach Norden zu fahren, denn eines der Hauptmotive für diese Reise war die Erinnerung an die vielen farbenfrohen Vögel in eben diesem Gebiet. Die Lodge soll schön sein, notfalls müssen wir im Zimmer bleiben und lesen.

Auf dem Weg nach Boca Tapada scheint zwischenzeitlich die Sonne, wir fahren durch Ananasfelder, durchqueren die Provinzstadt Pital, die Capitale de Pina (Hauptstadt der Ananas) und kommen im Sonnenschein auf unserer Lodge Pedadito del Cielo an. Da wir früh genug sind, können wir noch die Regenwaldtour mitmachen. Unglaublicherweise hat man uns den Bungalow ganz am Ende der Lodge, im Regenwald, 200m entfernt vom Restaurant, reserviert. Das lehnen wir ab und erhalten auf Wunsch einen Bungi unweit des Restaurants mit Blick über den Fluss. Es gibt noch ein Mittagessen und wir sind bereit für die Regenwald-Tour.

Wir erhalten Gummistiefel und fahren 2 km Richtung Reservat. Zwei Französinnen und der Guide sind mit in der Gruppe. Dort geht es zuerst zu einem See, an dem der Guide verzweifelt versucht uns den Kaiman zu zeigen – vergeblich; auf einem Baumstamm über dem Wasser sonnen sich 6 Schildkröten. Dann geht es in den Regenwald. Zum Glück habe ich an die Stöcke gedacht. Der Guide erklärt uns die verschiedenen Bäume, zeigt uns Tapirspuren (leider keinen Tapir), und es geht einen schlammigen Pfad rauf und runter. Der Weg ist ziemlich gut ausgebaut, aber richtig Spaß macht es keinen, es ist kühl, düster, Tiere sehen wir keine und die zahllosen Erklärungen auf französisch und spanisch über das, was wir gerade nicht sehen können, helfen uns wenig weiter. Nach 1 Std. fängt es auch noch an zu nieseln. Mit schlammigen Stiefeln kommen wir nach 2½ Stunden wieder an den See und fahren zur Lodge zurück. 

Das Abendessen um halb 7 Uhr ist recht gut und bald darauf suchen wir unseren Bungalow auf. Wir beschließen auf die morgige Bootstour mit 4 Stunden am Vormittag zu verzichten, denn dann soll die Sonne herauskommen und wir wollen endlich Vögel fotografieren.

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