Ein Tag der Superlative mit Regenwald und Tieren

Hurra, es regnet nicht mehr und ist nur noch bewölkt. Das heißt, dass wir uns nach dem Frühstück aufmachen zu den Mystic Hanging Bridges. Auf dem Weg dorthin treffen wir in einem Waldstück auf eine Gruppe Nasenbären, die am Wegesrand im Gras auf Nahrungssuche sind. Wir steigen aus und machen begeistert ein paar Bilder.

Die Mystic Hanging Bridges befinden sich am Ostrand des Arenalsees, am Damm geht es den Berg hinauf. Alles ist gut organisiert: Parken, ins Shuttle steigen, den Eintritt von 66 USD für 2 Senioren zahlen und los geht’s.

Der Weg geht durch den Regenwald, über Brücken und Hängebrücken, etwa 5 km lang. Zahlreiche Gruppen mit Guides stehen auf dem betonierten, gut ausgebauten Weg und beäugen in 25m Höhe Affen und Faultiere. Wir schlängeln uns vorbei und bestaunen die wahnsinnig vielfältige Natur links und rechts des Weges. Alles ist mit Schlingpflanzen, Farnen, Moosen und Flechten besetzt. In der Ferne ein hoher Baum mit rot leuchtenden Blättern. Es ist einfach Wahnsinn. Nach und nach verlieren sich die Gruppen und wir sind fast allein bei unserer Entdeckungsreise durch den Regenwald. Farnbäume, riesige Palmen mit ganz verschiedenartigen Blättern, große Bäume mit Lianen und Philodendren behangen. Dazwischen kleine rosa Begonien, auch mit weißen Blüten. Die meisten Besucher rennen an den kleinen, interessanten Dingen vorbei. Tiere sieht man bei diesem Besucheransturm natürlich keine mehr, ab und zu singt ein Vogel. Der Vulkan Arenal hat sich in ein eine Wolke gehüllt.

Nach 3 Stunden und vielen Eindrücken verlassen wir den Park und fahren noch ein paar km in Richtung Fortuna. Am Ende des Dammes ist ein kleiner Parkplatz. Heute am Sonntag gibt es dort einen Stand, der Essen und Getränke verkauft, daneben eine große Gruppe Nasenbären, die sich willig mit Früchten füttern lassen – zurecht verboten, aber dennoch schön anzusehen. Begeisterte Kinder, umringt von bettelnden Nasenbären, Eltern, die Fotos schießen und fette Nasenbären, die herumspringen. Auch wir machen ein paar Bilder und Videos. Aber diesmal füttern wir sie nicht wie 2003 mit Keksen.

Dann geht die Fahrt weiter. Ein Autofahrer kommt uns auf der vielbefahrenen Straße entgegen und gibt hektisch Lichthupe. Wir bremsen und halten direkt vor einem Faultier, das in höchstem Stress mit geschätzt 5m/h die Straße überquert. Alle Autos halten und die Leute springen heraus um zu filmen und zu fotografieren. Eine beherzte Einheimische greift das Faultier und trägt es über die Straße an den Waldrand. Tolles Erlebnis. Jetzt haben wir endlich mal ein Faultier aus der Nähe gesehen. Wie sich später herausstellt war es ein paarungsbereites – das sagt der gelbe Fleck auf dem Rücken aus – 3-Zehen-Faultier, das immer lächelt.

Dann drehen wir um und kehren Richtung Lodge zurück, kurz vorher gibt es ein Restaurant, das uns gestern schon aufgefallen ist. Wir kehren ein. Im schönen Garten hinter dem Haus sind mehrere Tukane auf den bereitgestellten Bananenstauden am Fressen, am hinteren Ende des Gartens gibt es ebenfalls einen schönen, alten Ceiba Tree (Kapokbaum). Dann kommt unser Essen und es ist eines der besten, das wir bisher hatten. Helmut hat einen Burger (der beste seit Freemantle/Westaustralien 2015) bestellt und ich erhalte ein Fischfilet. Dazwischen machen wir noch zahlreiche Tukan-Bilder. Zurück auf unserer Lodge sind wir mit Eindrücken und leckerem Essen gesättigt.

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