Zwei Tage in der schönen Yabá Chiguí Lodge

Im stärker werden Regen hatte man das Gefühl mitten in einem Wasserfall zu schlafen. Am Morgen regnete es noch immer, obwohl für 7 Uhr das Regenende angekündigt war. Für den kurzen Weg zum Frühstück haben wir die Schirme benutzt.

Das Frühstück wird frisch zubereitet. An diesem Tag gab es aromatisches Obst, appetitlich dekoriert, anschließend Eier auf Tortillas mit 2 verschiedenen Tomatensaucen, Brot, Butter und Marmelade. Dazu frisch gepresster Saft und natürlich einheimischen Kaffee.

Dermaßen gestärkt haben wir das Ende des Regens gegen 10 Uhr noch abgewartet, bevor wir nach Norden Richtung Uvita gestartet sind. Erstaunlicherweise hat der Starkregen weniger Schaden an Böschungen und Straßen angerichtet als wir erwartet hatten. Offenbar wirkt der Wald wie ein Schwamm und die steilen Hänge sorgen für einen guten Wasserabfluss.

Allerdings war der erste angepeilte Strand „Playa Ventana“ ein Flop. Weniger wegen der Straße, sondern wegen den Baumaßnahmen inklusive Bagger, der die Piste zum Strand in ein wadentiefes Schlammbad verwandelt hatte. Wir wendeten sofort zwischen Bagger, LKW und Bauarbeitern und arbeiteten uns wieder zurück auf die Straße. Ein anderer Gast erzählte uns am nächsten Tag, dass er hier beim Einsinken seine Stoßstande verloren hat. Nächstes Ziel war dann Uvita, das Eingangstor zum Meeresnationalpark Marina Ballena. Hier kann man auf einer Sandanspülung in Form einer Walflosse den Strand erkunden. Die strandnahen Parkplätze waren alle belegt und die Menge strömte zum Eingang. Das war Massentourismus – nichts für uns. Also weiter Richtung Norden.

Der nächste Strand ist der Playa Hermosa, der „wunderschöne Strand“. Der erste Versuch endet vor der Flussdurchfahrt Richtung Strand. Unser Auto ist nicht so wahnsinnig hoch gebaut, wir wollten es nicht auf den Versuch des Absaufens ankommen lassen, zumal ein paar Hundert Meter weiter vorn laut Osmand ein guten Zugang war. Dort haben wir uns den Strand angesehen. Weitläufig, flach und trotz des trüben Wetters von einigen Badelustigen besucht.

Die dicken, abziehenden Regenwolken haben dem Ganzen ein mystisches Licht verliehen. Auf der Rückfahrt machen wir am vom Veranstalter Traveldesign empfohlenen Restaurant Heliconia Rast, zumal es auch auf der Empfehlungsliste unseres Vermieters stand. Jetzt am späten Nachmittag ist es ruhiger und wir nehmen den vom Wirt angepriesenen frischen Thunfisch. Ein super leckeres Gericht wird uns serviert und der Nachtisch kann sich auch sehen lassen. Dazwischen kommt noch eine Gruppe Kapuzineraffen vorbei und klettert von den Bäumen vorm Restaurant über das Dach weiter in den Wald.

Gesättigt mit leckerem Essen und Eindrücken fahren wir über die steile steinige Straße zurück zum B&B und lassen den Tag auf unserer Terrasse überm Bach am Regenwald ausklingen. Im Bungalow nebenan ist ein nettes Paar aus Hamburg eingezogen und wir tauschen uns noch ein wenig über Costa Rica aus.

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