Rückflugtag, FAZIT und ein HINWEIS

Die Koffer werden final für die Rückreise gepackt. Unser Flug geht erst abends und wir verbringen die restliche Zeit in der schönen Lodge. Wir können noch ein paar Bilder für die Webseite sortieren, die anwesenden Katzen streicheln und einen Snack vor der Abreise essen. Die nagelneue Autobahn führt wenige km von der Lodge entfernt durchgehend bis zum Flughafen. An einer Baustelle unterwegs müssen wir durch eine riesige Wasserlache fahren. Auch hier hat es offenbar ergiebig geregnet. Die Hügel rund um Windhuk sind mit grünem Gras bedeckt, am Wegesrand wachsen Blumen und Lilien. So hatten wir uns den Abschied nicht vorgestellt. Grünes Namibia. Ein Ausnahmefall, der nur alle paar Jahre einmal vorkommt. Wir wünschen den Namibier, dass jetzt nicht wieder eine jahrelange Dürre folgen wird.

Unser Flug geht überpünktlich, alles hat geklappt bis auf die Mietwagenabgabe bei AVIS. Dort wird uns ein zu hoher Preis berechnet und abgekündigt, dass der Betrag nochmals abgebucht wird. Dieses Problem müssen wir dann in Deutschland endgültig mit CHECK24 klären.

Fazit dieser Reise:

Namibia ist für uns immer eine Reise wert. Diesmal haben wir als besonderen Bonus auch noch den Regen zur rechten Zeit gehabt. Wir haben die wunderbaren, leeren Landschaften genossen, weniger schön waren die zahlreichen Wellblechpisten, die auch die Namibier selbst nerven. Es war schön die vielfältige Vegetation in ihrer Pracht zu erleben und die Tiere im Etosha zu sehen.

Der Gegensatz von Stadt und Land, von Armut und Reichtum ist schon sehr groß. Trotzdem waren alle Einheimischen, die wir getroffen haben – und davon waren nicht alle im Tourismus beschäftigt – sehr freundlich, entgegenkommend und hilfsbereit. Die lobenden und erwartungsvollen Worte zur Entwicklung des Wasserstoffprojektes mit Deutschland haben uns etwas verlegen gemacht, weil wir selbst nicht so recht daran glauben können, dass das unter deutscher Organisation heutzutage noch gelingen kann. Scheinbar gilt aber immer noch der Satz: je weiter man sich von Deutschland entfernt, desto besser ist die Wahrnehmung von uns durch die Ausländer…

Wir wünschen Namibia eine gute Zukunft mit den vielen jungen Menschen, die es hat, und gute Ideen durch gute Bildung. Ab Januar wird das Studium kostenlos für Namibier. Und möge es immer regnen, wenn notwendig. Eine jahrelange Dürre wie 2019 kann schnell alles ruinieren.

Und hier noch ein Anliegen und ein wichtiger Hinweis:
Wir haben Kinder und Erwachsene gesehen, welche um Trinkwasser gebeten haben! Das waren einfache Menschen, welche sicherlich nicht in der Lage waren ein eventuell vorhandenes staatliches Angebot zu nutzen, weil Ihnen dazu die Bildung und der Zugang fehlen. Das ist in Namibia Gott sei Dank nicht die Regel, aber es gibt es! Es darf nicht sein, dass Kinder verdursten, während wir Touristen tausende EUR für eine Vergnügungsreise ausgeben.

Deshalb werden wir ein Projekt unterstützen, welches dazu dient 1600 Kindern ein warmes Essen täglich zu bieten sowie einen Weg zu einer Ausbildung. Wir sind nach dem Gespräch mit Stephan Hock von der Immanuel Wilderness Lodge sicher, dass dieses Geld zu 100% bei den Kindern ankommt. Wenn auch Ihr die Möglichkeit habt mitzuhelfen, hier findet Ihr die Webseite mit allen Informationen:

https://stephans-soupkitchen.com/

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