Giraffentag beim Fort Namutoni

Wie üblich sind wir um 8 Uhr wieder ziemlich spät mit dem Frühstück dran. Danach machen wir uns auf den Weg zum Camp Namutoni. Auf Nebenstrecken fahren wir durch den Park. Die Wasserstellen sind nach dem ergiebigen Regen und dem überall frisch verfügbaren Gras alle leer, keine Tiere sind anwesend, von ein paar Vögeln abgesehen. Vor allem die Elefanten sind spurlos im Dickicht verschwunden. Wir fahren durch die hellgrünen Mopanebaum-Wälder bis zur Springbokfontain. Hier haben wir letztes Mal zahlreiche Zebras und Gnus, Elefanten und Giraffen gesehen. Außer riesengroßen, z.T. tiefen Pfützen auf den Nebenstraßen ist hier heute kaum ein Tier anzutreffen, zumal in der tiefer gelegenen Ebene noch Wasser steht. Auf dem Weiden Richtung Etosha Pfanne halten sich zahlreiche Herden von Springböcken, Gnus und Zebras auf. Zum Teil kann man sie nur mit dem Fernglas entdecken. Außerdem fangen wir schon mal an die mit dem Sprit noch verfügbaren km zu ermitteln. Wir müssen ja nochmal von Namutoni bis hinter das Anderson Gate zurück, was auf kürzestem Weg ca. 200 km entspricht.

In der Nähe von Namutoni beschließen wir den DikDik-Drive zu fahren, ein 8-km-Runde, bei der wir hoffen, das kleine DikDik nochmals zu sehen. Es ist so groß wie Bambi, doch im hohen Gras stehen die Chancen eher schlecht. Kaum abgebogen kommen uns auf der Straße 8 Giraffen entgegen. Die sind auch im hohen Gras nicht zu übersehen 😉. Allerdings muss man zugeben, wenn sie 8-10 m von der Straße entfernt in den Büschen verschwunden sind, sieht man sie nur noch, wenn sie den Kopf heben. Neben den 8 Giraffen auf unserem Weg sehen wir dann (wenn sie den Kopf heben) noch mindestens 8 weitere Giraffen im Gebüsch. Man sollte den DikDik Drive in Giraffe Drive umbenennen! Ein Rhino ist im dichten Gestrüpp ebenfalls nicht zu entdecken, und es wechselt auch nicht vor uns die Straßenseite, was die einzige Chance für eine Sichtung gewesen wäre.

So kehren wir nach Namutoni zurück. Das weiße, burgähnliche Fort ist inzwischen ohne Funktion und die anderen Dienstleistungen finden drumherum statt. Rezeption, Restaurant und die Übernachtungsräume liegen um einen schönen Park herum. Zu unserer Überraschung und Freude gibt es die Bande der Zebramangusten noch, die überall im Park und an den Rändern herumgraben und spielen.

Namutoni ist eine kleinere Anlage, aber das Restaurant ist schön und wir erhalten rasch unseren Burger mit Chips. Auch hier ist es das einzige Gericht auf der Speisekarte, das in Frage kommt. Damit sind wir wieder satt bis zum nächsten Tag.

Unser gemieteter Bungalow ist derselbe wie vor 21 Jahren, relativ gut in Schuss gehalten mit netter Inneneinrichtung und einem gigantischen Bad mit tiefer gelegter Badewanne und 2 Brauseköpfen. Das erschien uns schon damals im wasserarmen Namibia als etwas größenwahnsinnig – was immer sich der Architekt dabei gedacht hat.

Am späten Nachmittag sind wir dann wieder los, diesmal die Straße hoch Richtung Norden bis zu einem 11 km entfernten Wasserloch. Auch hier sehr wenig Betrieb, vor allem sind keine Elefanten zu sehen, aber unser bisher einziges Eland.

Dann drehen wir noch eine kleine Runde Richtung Pfanne hinter einem Safari-Auto her. Im wunderbaren Abendlicht sehen wir zahlreiche Tiere in der Ebene grasen und kommen noch am Damm vorbei, wo das Wasser in der Ebene steht und gegen den Wölkchen-Himmel schöne Spiegelungen wirft. Den Abend verbringen wir wie gehabt: mit Windhoek Lager und Rotwein in unserem schönen Bungalow und sortieren Bilder für die Website…

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