Vom Camp Okaukuejo zum Halali Resort

Nach dem Frühstück im Restaurant in Okaukuejo gehen wir auf dem Weg zum Wasserloch an unzählbar vielen Schmetterlingen vorbei, welche in der Morgenfrische gerade geschlüpft sind und die Bäume umflattern. Wir müssen dann aus dem Park am Anderson Gate herausfahren und bei der 5 km dahinter liegenden Tankstelle den Tank füllen. Vor dem Parkausgang sehen wir u.a. eine Riesentrappe und Warzenschweine am Ombika-Wasserloch.

Kurz vor dem Gate gewähren wir einem Liebherr-Bagger Vorfahrt, der in gemächlichem Tempo über Stück für Stück unter die Kette gelegten Autoreifen seinen Weg über dern Teerbelag nimmt. Zum Glück gestalten sich die Raus- und Reinfahr-Formalitäten diesmal sehr kurz und knapp – am Galton Gate hatten sie wohl weniger zu tun. Mit mehr als 750 km Reichweite machen wir uns an die Eroberung des Etosha und auf den Weg zum nächsten Camp Halali. Direkt hinter dem Gate nehmen wir die erste Abzweigung nach Nordosten und kommen nach ein paar km an einer Familie mit Erdmännchen vorbei, die direkt neben der Straße beim Buddeln sind. Jetzt wissen wir auch, dass ihr breiter Schwanz eigentlich ein Sonnenschirm ist…

Was wir glücklicherweise sehen ist das Staubbaden von mehreren Straußen ziemlich nah am Weg. Mit heftigen Flügelschlägen wird der Sand aus der Kuhle aufgewirbelt, bis nichts mehr vom Vogel zu sehen ist, mehrmals wiederholen, dann aufstehen, kurz schütteln und danach vom Ungeziefer befreit weiterlaufen. Die Strauße waren so versessen auf ihr Staubbad, dass sie uns völlig ignoriert und nicht wie sonst direkt die Flucht ergriffen haben. Ein schönes Erlebnis. Dann kommen viele km ruppeliger Gravelroad, bis wir an einer Verzweigung das Wasserloch Gemsbokflake erreichen. Hier ist was los: Zebras, Kudus, Kuhantilopen und viele Springböcke kommen zur Tränke.

Je weiter wir nach Osten kommen, desto grüner wird der Park. In der Nähe des Abzweigs nach Halali stehen viele Springböcke und Zebras im kurzen grünen Gras und am Abzweig quert gerade eine kleine Gruppe Zebras die Fahrbahn.

Die Zufahrt zum Camp ist gesäumt mit mehr und minder großen Regenpfützen am Straßenrand. Anscheinend hat es hier in der Nacht geregnet. Wir erreichen Halali gerade noch zur Lunchzeit und genehmigen uns einen Burger, die einzige Auswahl auf der kleinen Speisekarte, die uns annehmbar erscheint. Dann erfolgt der Check-in in unseren Bungalow. Wir ruhen kurz aus und machen uns um 16 Uhr wieder auf Erkundungstour. Im dichten Grün der Mopanebüsche und -bäume sind keine Tiere zu entdecken, außer sie haben das Bedürfnis die Straßenseite zu wechseln. Beim Wechseln treffen wir auf rote Kuhantilopen, Zebras und Springböcke.

Am Ende der Runde haben wir noch den Lookout an der Etosha Pfanne besucht und wieder die Unendlichkeit des weiten NICHTS genossen.

Zurück führt der Weg wieder an den Pfützen vorbei, die von den Zebras und Gazellen zum Trinken genutzt werden. Deshalb sehen wir Wasserloch in Halali-Resort auch keine größeren Tiere. Den Abend verbringen wir mit mitgebrachtem Windhoek Bier und Wein im Bungalow…

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert