Nach einem leckeren Frühstück auf der Hobatere Lodge sind wir am Galton Gate im Westen in den Etosha-NP gefahren. No plastic bags! Unser Auto und das gesamte Gepäck wurden von 2 Personen intensivst auf Plastiktüten und Drohnen (!) gefilzt. Leider hatten wir unsere Schuhe und die Tagesverpflegung in Tüten verpackt und hinter den Sitzen stehen. Im Koffer waren auch einige nützliche Tüten. Diese waren dann mal weg und vieles ist im Auto herumgetrollt. Die Plastikverpackungen von Äpfeln und Bier, Kecksen usw. sowie Tüten mit Zip-Verschluss gingen anstandslos durch. Dabei ist das nach unserer Meinung ein viel größeres Problem. Irgendwie wenig konsequent, zu einem guten Teil purer plakativer Aktionismus…aber das kennen wir ja auch aus Deutschland.
Wir durften dann unseren Eintritt zahlen und sind die 200 km bis zur nächsten Unterkunft im Camp Okaukuejo gefahren: der Weg war das Ziel! Die einzige Straße von West nach Ost durch den Park ist zum größten Teil eine Herausforderung für jedes Auto. Dicke Wellblechpisten, Löcher, Steine. Wir waren nach 5 Stunden Rüttelei ziemlich genervt. Immerhin haben wir unterwegs an einem Wasserloch und am Wegrand noch einen Löwen, Elefanten, Zebras, Oryx, Kudus, Strauße, Rappenantilopen, Steinböckchen, Gnus, Perlhühner, einen Singhabicht, Trappen und viele Springböcke gesehen.
Die vom Waldbrand im September betroffenen Teile des Parks, immerhin 1/3 der gesamten Vegetation, hatten sich im Westen zum Großteil bereits sichtbar erholt: ziemlich viele Bäume und Büsche schlugen wieder aus und zeigten grüne Blätter. Je näher man Okaukuejo kam, desto schlimmer wurden die verbrannten Stellen. Teilweise alles schwarz verbrannt. Trotzdem gab es immer noch Flächen dazwischen, die das Feuer übersprungen hatte. Und es hatte seitdem geregnet. Das neue Gras bildete an einigen Stellen schon wieder einen sanftgrün schimmernden Teppich.
Vor dem Eingangstor ins Camp Okaukuejo lungerte eine kleine Herde Elefanten herum und machte die Büsche dort kurz und klein. Ein Mitarbeiter war am Tor abgestellt um sie notfalls am Eindringen in den geschlossenen Bereich zu hindern.
In Okaukuejo waren es 34 Grad und zum Glück war die Klimaanlage im Bungalow schon eingeschaltet, dafür hatte das Hausmädchen die Handtücher vergessen. Diese mussten wir erst mal nachordern.
Der zweite Wermutstropfen war die Tankstelle, die wohl seit Januar nicht mehr in Betrieb ist. Wie wir erfuhren, gilt das für alle 3 Tankstellen innerhalb des Parks. D.h., man muss den Park verlassen um zu tanken, 25km hin und wieder zurück. Die Ursache dafür konnten wir nicht in Erfahrung bringen, nach einigen Vermutungen hat NWR (Namibia Wildlife Resort) die Rechnung nicht bezahlt. Tanken haben wir auf den nächsten Tag verschoben.
Stattdessen sind wir zum nahen Wasserloch im Camp gegangen. Die Elefanten hatten gerade ihren Auftritt. Es wurde geplanscht und getrunken, 2 junge Elefanten haben sich gegenseitig unter Wasser gedrückt und geplanscht bis die Mütter demonstrativ dazwischen gegangen sind. Dann war das Nashorn dran. Vorsichtig hat es um die grauen Riesen einen Bogen gemacht, bis diese das Wasserloch freigegeben haben, und sich dann alleine genüsslich am kühlen Nass vergnügt. Dem folgte dann noch ein großartiger Sonnenuntergang.




















































































