Zurück ins Landesinnere zum Brandberg-Massiv

Im 16 Grad kalten Nebelniesel verlassen wir die Cape Cross Lodge mit einem herzlichen Abschied von Johanna. Wir fahren etwa 40 km nach Norden und biegen dann nach Osten Richtung Brandberg ab. Nach wenigen km lichten sich die Wolken über der Küste und die Sonne kommt heraus. Damit steigen auch flugs die Temperaturen auf 28 Grad an. Wir ziehen die Fleece und langen Hosen aus und die bereit gelegten kurzen Sachen an. Die Straße führt zuerst durch flache Wüste, dann steigt der Weg allmählich an bis auf über 1000 m. Die Strecke ist einsam, uns kommen insgesamt 3 Fahrzeuge auf den 200 km entgegen. Als die Küste hinter uns liegt sehen wir die ersten Welwitschias, eine weltweit nur hier in einem schmalen Streifen vorkommende zweiblättrige Pflanze. Der Oldtimer davon in der Nähe von Swakopmund wird auf ca. 1500 Jahre geschätzt. Die Exemplare, die unseren heutigen Weg begleiten, sind nicht so alt, stehen aber am Südrand des Brandberges in erstaunlicher Anzahl auf der Ebene.

Unterwegs kommen wir noch am Green Hydrogen Village vorbei, einem Gemeinschaftsprojekt von Namibia und Deutschland, mit dem Ziel in riesigen Mengen auf einer gewaltigen Fläche (100 km²) Wasserstoff und Ammoniak zu erzeugen. Das Dorf liegt mitten im Nirwana und es schien uns nicht sehr erfolgreich zu sein. Die Webseite wurde seit Anfang Januar 2025 nicht mehr weitergepflegt…

Die Landschaften, die wir queren, sind wieder einmal malerisch mit weiten Ausblicken auf die fernen Berge und verschiedenfarbige Hügel liegen auf goldgelben Grasfeldern. Der Brandberg erhebt sich dann als großes Massiv aus der Ebene. Die höchste Erhebung ist der 2580 m hohe Königstein.

Am Nachmittag erreichen wir Uis, unser heutiges Übernachtungsquartier im Duiseb Isib. Uis ist eine Minenstadt, schon von weitem ist die fast schneeweiße, riesige Abraumhalde der Zinnmine zu sehen. An der Straße werden bunte Steine – vermutlich Fundstücke aus der Mine – auf fantasievoll zusammengezimmerten Ständern angeboten-

Das B&B liegt in einem liebevoll angelegten Kaktusgarten mit einem kleinen Pool und einem Zeltplatz. Wir erhalten den Familienbungalow, weil er eine Klimaanlage hat – die dann mehr schlecht als recht funktioniert. Die Außentemperaturen von 36 Grad haben uns zu diesem Upgrade veranlasst. In diesem sehr geräumigen Bungalow werden wir die beiden nächsten Tage verbringen. Neben der Rezeption gibt es noch einen Biergarten und ein Café, wo man lecker essen kann.

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