Ein weiterer heißer Tag in der Wüste. 34 Grad sollen es werden. Nach dem Frühstück wollen wir zum Fish River Canyon. Beim Einsteigen ins Auto fällt uns auf, dass der linke Vorderreifen fast platt ist. Ein Mitarbeiter der Lodge hilft beim Reifenwechsel und geht den Reifen flicken. Nach einer Stunde können wir dann wieder los und hoffen, dass der geflickte Reifen (jetzt Ersatzreifen) die Luft halten wird.
Die Canyonriffkante ist nur 25 km Fahrt von der Lodge entfernt. Wir sind die einzigen Besucher als wir an der Aussichtsplattform ankommen. Der Fish River Canyon ist der zweitgrößte Canyon der Welt nach dem Grand Canyon, den wir im Juni besucht haben. Danach kommt der Blyte River Canyon in Südafrika.
Das Wasser des Flusses glitzert tiefblau von unter herauf, die steil abfallenden Cliffwände in verschiedenen Farben und das glatte Plateau sind sehr beeindruckend. Danach nehmen wir den holprigen Weg an der Riffkante entlang nordwärts zum Hiking Point. Dort befindet sich der Einstieg zum Canyon für die Wanderer. Nur erlaubt in der Winterzeit, wenn es nicht so heiß ist. Jetzt erreichen die Temperaturen am Grund locker 50 Grad.
Was uns beeindruckt sind die Pflanzen, die in der lebensfeindlichen Umgebung wachsen und vor allem blühen. Meist niedrig am Boden wachsend und auf die starken Temperaturunterschiede und die stechende Sonne angepasst sehen wir gelbe, weiße, lila Blumen und Kakteen. Dazwischen pfeilschnelle Eidechsen und Schmetterlinge.
Nach dem Besuch des südlich gelegenen Aussichtspunktes haben wir genug von der holprigen Piste und kehren zurück in die Lodge. Der Pool lockt, das Wasser ist saukalt bei 34 Grad Außentemperatur. Sehr erfrischend.
Abends gibt es wieder in der lauen Sommernacht auf der Terrasse ein leckeres Essen. Der Abstecher in den Süden hat sich wieder einmal gelohnt.

















































